Kondom-Pflicht für Freier in Sexflatrate Clubs

Sex zum Pauschalpreis – und das auch noch ohne Kondom! Jetzt greift Baden-Württembergs Sozialministerin Monika Stolz (CDU) hart durch: Bald soll es Gummi-Pflicht für Freier geben!

Stolz werde den Antrag über strengere Auflagen für Bordellbetreiber in der nächsten Sitzung des Bundesrats Anfang Juni vorstellen, sagte eine Sprecherin am Freitag in Stuttgart und bestätigte einen Bericht der „Saarbrücker Zeitung“.

Hintergrund für die Initiative ist die Empörung über „Pussy-Club“-Bordelle mit dem Angebot für Sex zum Pauschalpreis, die es unter anderem in Heidelberg und Fellbach bei Stuttgart gab.

In dem Stuttgarter Antrag für einen besseren Schutz der Prostituierten heißt es unter anderem: „Schließlich sollen die Betreiber verpflichtet werden, auf die Kondompflicht deutlich sichtbar hinzuweisen und ungeschützten Geschlechtsverkehr nicht zuzulassen.“

Bei Verstößen drohen Bußgelder, im Wiederholungsfall sollen Bordelle sogar geschlossen werden können!

Für Stolz geht das nicht weit genug, sie fordert von der Bundesregierung grundsätzlich höhere Hürden für die Eröffnung von Bordellen. „Wer ein Bordell eröffnen will, kann das bisher ohne Genehmigung tun.“

Künftig sollten Polizei und Ordnungsamt zuvor die Zuverlässigkeit des Betreibers testen. Stolz: „Die Erlaubnis soll dabei befristet und mit Auflagen erteilt werden können.“

Bild.de, 28.05.2010


Berliner Bordell erfindet Sex-Flatrate

Die Frauen vom „Pussy Club“ kämpfen mit Festpreisen gegen die Finanzkrise

Die Idee leuchtet ein! Wenn es Flatrate-Surfen im Internet gibt, sogar Flatrate-Essen beim Asiaten, Flatrate-Saufen in der Disco und Flatrate-Quatschen am Telefon: wieso dann nicht Flatrate-Fummeln im Bordell? Einmal 70 Euro zahlen – dann alle Damen, alle Drinks, alle Shows genießen. Der „Pussy Club“ macht’s möglich! Das ist Berlins Antwort auf die Wirtschaftskrise im Sex-Geschäft.

Um notorische Zweifler hier gleich mal zu beruhigen: Das Angebot ist keine Mogel-Packung! „Kommst du jetzt rein, gehst du mit zwei Mädchen aufs Zimmer“, schlägt die Mitarbeiterin (21) am Eingang fürs Erste vor.

Und was ist mit drei, vier oder fünf Gespielinnen? „Sex mit allen Frauen! So lange, so oft und wie du willst“, garantiert die Internet-Seite des Bordells nahe des Flughafens Schönefeld. Und ergänzt in der Rubrik „häufig gestellte Fragen“, dass im Pussy Club „wirklich ALLES inklusive ist“. Also auch Getränke, Essen – und sogar das Mitbringen der eigenen Ehefrau!

Wo ist hier nur der Haken? Der Nackt-Spaß für 70 Euro ist zeitlich von 10 bis 16 Uhr, am Wochenende von 11 bis 17 Uhr begrenzt. Abends gelten aber noch mal Günstig-Tarife für 100 Euro, was noch immer beachtlich ist! Und sonst gibt’s da keinen Haken: Berlins Bordelle müssen sich in Zeiten der Wirtschaftskrise einfach etwas einfallen lassen, um Kunden anzuziehen (KURIER berichtete). Aber es sieht aus, als könnte das mit Flatrate klappen!

Berliner Kurier, 13. August 2009


Sex-Flatrate bei den Blumenladys in Dresden

Willkommen bei den Blumenladys

Seit dem 4. Juli 2008 gibt es sie, die Sex-Flatrate bei den Blumenladys auf der Reisstr. 40A in Dresden. Für den Pauschalpreis von 99,00 Euro geht es, im Wechsel Mittwoch oder Freitag, in der Zeit von 12:00 – 21:00 Uhr zur “schönsten Sache der Welt” – auch wenn das Angebot auf “nur” 3 Stunden begrenzt ist. In dieser Zeit ist es möglich, so oft man(n) kann und mit wem der anwesenden Ladys man möchte, seinen erotischen Fantasien nachzugehen.

Und wer Ina und ihre Mädels kennt der weiß, dass diese Idee ganz einfach ein Erfolg werden muss – sowohl für die Mädels als auch für die Gäste. Ist doch Ina und die Blumenladys eine gern besuchte und bekannte Adresse in der Sächsischen Landeshauptstadt. Bekannt vor allem durch guten individuellen Service, eine angenehme Atmosphäre und saubere Räumlichkeiten.

Hurentest.net, 09. Juli 2008


Sexflatrate in Fellbach

Behörden und Polizei machtlos

Das aggressive Verkaufskonzept eines Sex-Clubs in Fellbach alarmiert schon vor der Eröffnung Behörden und Polizei. Die Betreiber werben mit einer Sex-Flaterate: "Alles für 70 Euro". Experten vermuten, dass Frauen aus Osteuropa den "unmenschlichen" Job verrichten sollen. Die Hintermänner des Geschäfts kommen wohl aus Bulgarien.

Der Pussy-Club im Fellbacher Industriegebiet eröffnet am 5.Juni. Doch die Werbung, die seit kurzem in der Boulevardpresse und im Internet erscheint, ist bereits eindeutig: "Sex-Flatrate", heißt es da in großen Buchstaben. Oder: "Alles für nur 70 Euro". Oder: "100 Frauen". Oder: "Du kannst sie alle haben".

Im Online-Auftritt des Clubs wird das Geschäft ausführlich erklärt: Der Kunde zahlt demnach 70 oder 100 Euro Eintritt und erwirbt dafür den Anspruch auf Sex in jeder Spielart und Häufigkeit. Für die Prostituierten müsste das im Umkehrschluss bedeuten, dass sie keinen Freier und keine Leistung ablehnen können.

Stadt Fellbach bleibt defensiv

"Die Frauen sind bei dieser Flatrate komplett unfrei, sie werden entwürdigt", kritisiert ein Polizeibeamter. Prostituierte, die zu diesen Modalitäten arbeiteten, müssten wohl "innerlich tot und schmerzfrei" sein. "Die Flatrate ist unmenschlich", urteilt ein anderer Beamter.

Offen aussprechen dürfen die erfahrenen Beamten ihre Kritik nicht - zuständig wäre die Polizei erst bei Verdacht auf eine Straftat. Dementsprechend zurückhaltend fällt am Freitag die offizielle Lageeinschätzung aus: "Wir wissen über den Club Bescheid und werden ihn im Auge behalten", sagt ein Sprecher der Polizeidirektion Waiblingen.

Auch die Stadt Fellbach bleibt defensiv: "Wir sehen das Konzept skeptisch, können aber nach Lage der Dinge und der Gesetze zurzeit nichts unternehmen", sagt der stellvertretende Pressesprecher Frank Knopp. Nach Pfingsten erwarte man die Geschäftsleitung des Clubs allerdings im Rathaus, um kritische Fragen stellen zu können.

Neben Fellbach gibt es schon drei weitere Pussy-Clubs in Berlin, Wiesbaden und Heidelberg. Wer Näheres erfahren will, tut sich aber schwer: Anfragen dieser Zeitung bei der Firmenzentrale in Heidelberg oder in Fellbach bleiben ohne Antwort. Auch die Firma FKK-Club, die das Haus zuvor vier Jahre betrieben hat, äußert sich nicht.

"Das ist nackter, unerträglicher Kapitalismus"

In der Branche redet man dafür umso mehr über die neue Konkurrenz: "Dahinter stehen Geschäftsleute mit Kontakten nach Bulgarien, die sich für viel Geld im Raum Stuttgart etablieren", erzählt ein Bordellbetreiber.

Die Hintermänner werben die Prostituierten angeblich in großen Gruppen vor allem in den Siedlungsbereichen der Roma in Bulgarien oder Rumänien an. Der Verdienst der Frauen soll bei 2000 Euro im Monat liegen. Andere Quellen nennen 500 Euro am Tag. "Dafür erniedrigen sich die Frauen unendlich - das ist nackter, unerträglicher Kapitalismus", sagt ein Insider.

Die Stuttgarter Polizei geht davon aus, dass die Sex-Flatrate bei der Kundschaft ankommt und darum bald in der Landeshauptstadt Nachahmer findet. "Wir halten das Konzept aber für bedenklich", warnt Wolfgang Homann vom Ermittlungsdienst Prostitution.

Rechtliche Fragen könnten sich beispielsweise aus dem Beschäftigungsverhältnis der Frauen ergeben. Gegen den Fellbacher Club und das Boulevard-Blatt werde man zudem wegen "unerlaubter Werbung für die Prostitution" vorgehen.

Stuttgarter-Nachrichten.de, 30.05.2009 / 03.07.2009


Milieu kontert die Krise mit Sexflatrate

In deutschen Bordellen ist die Wirtschaftskrise angekommen. Jetzt sind Specials gefragt. Zum Beispiel ein unbeschränkter Verkehrstarif.

Die Umsätze im deutschen Rotlichtmilieu haben laut «Süddeutscher Zeitung» massiv abgenommen. «Cash» meldet einen Rückgang von 30 Prozent. Grosse Traditionsbordelle in Frankfurt und Amsterdam hätten schliessen müssen oder stünden kurz vor dem Konkurs, weil ihnen die «Rezession den Todesstoss» verpasst habe. Ein Sex-Unternehmer spricht von «einer beschissenen Marktlage».

Jetzt heisst es, die raren Kunden mit Spezialangeboten zu locken. Die ehemalige Prostituierte Anke Christiansen (53) reagierte schon früh und lancierte mit zwei Kolleginnen das «Geizhaus», eine Art Aldi-Puff. 38,50 Euro kostet eine halbe Stunde mit einer der 35 Frauen.

Aber auch das Discount-Bordell läuft nicht mehr so gut wie früher: «Freier, die jeden Tag da waren, kommen jetzt wesentlich seltener», sagt Christiansen. Trotzdem kann sie ausbauen: In drei Monaten zieht das «Geizhaus» laut der «Süddeutschen» um, hat dann mehr Fläche und mehr Parkplätze.

Andere Bordelle reagieren mit einer Flatrate, meldet «Cash». Für 70 Euro könne Mann dann so lange und so oft mit verschiedenen Dirnen wie man wolle und könne. Der Berliner Club FKK Artemis setze zudem auf Rabatte für Rentner und auch für Taxifahrer. «Wir verlangen von den Rentnern und auch den Taxifahrern, weil sie uns ja sehr viele Gäste bringen, Sonntag und Montag die Hälfte des Eintrittspreises», sagt Geschäftsführer Ekki Krumeich.

Das älteste Gewerbe der Welt wird aber auch jetzt nicht aussterben. Nochmals die «Geizhaus»-Chefin im «Cash»: «Es sind nicht mehr diese Summen zu verdienen, die man vor 20 Jahren verdienen konnte und die verdient wurden. Aber diese Tätigkeit wird es immer geben.»

thurgauerzeitung.ch, 21.04.2009